Podcast by Das kommt aus Bielefeld
00:00:09: Wir sind eine sehr vielfältige Stadt, wir haben ganz viele tolle Menschen, die diese Stadt am Ende auch tragen.
00:00:15: Auch im Ehrenamt, die sich unheimlich für die Mitmenschen einsetzen und das macht uns besonders.
00:00:28: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:29: Das kommt aus Bielefeld!
00:00:31: Ich bin wie immer Jörg Rosenberger und ich freue mich ganz besonders auf meinen heutigen Gastfrau Dr.
00:00:35: Christiana Bauer.
00:00:37: Hallo Frau Bauer.
00:00:38: Hallo Rosemäger schön dass ich hier sein darf.
00:00:40: Ja ich freu mich, dass Sie dabei sind.
00:00:41: Vielleicht haben Sie ja schon mal in unserem Podcast reingehört, aber auf jeden Fall für die Höhrenden, die noch nicht so oft reingehörte, sage ich ganz kurz wie wir einsteigen.
00:00:49: Und zwar werde ich einige Sätze beginnen und ich würde mich ganz toll freuen wenn sie dir einfach vervollständigen.
00:00:56: Okay!
00:00:57: Geboren und aufgewachsen bin ich in?
00:01:00: Ich bin schon nieder Bayern an Passau.
00:01:03: Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung, einen Studium als...
00:01:08: Ausbildung ist Verwaltungsfach angestellt im Studium eines Juristinnen
00:01:13: Und heute bin ich beruflich?
00:01:16: Im alten Leben Staatsanwältin, jetzt Oberbürgermeister.
00:01:19: Aber im aktuellen Leben eben die Oberbürgermeister.
00:01:21: Genau!
00:01:21: Das heißt, die Staatsanwelt spielt noch eine Rolle in ihrer Identität?
00:01:27: Definitiv ja.
00:01:28: Der Beruf wird glaube immer eine Rolle spielen in meiner Identität.
00:01:30: Ja
00:01:31: das ist ein Phänomen was ich bei Juristen oft entdecke und immer als äußerst positiv empfinde neben der Rolle dass es auch Offenbar identitätsstiftend ist.
00:01:40: Definitiv, das ist... Ich hab immer gesagt es ist der beste Beruf in der Welt, als wenn man kann Oberbürgermeister werden und so sehe ich das auch heute noch!
00:01:47: Dann sind sie ja auf der Sonnenseite des Lebens.
00:01:49: Ja, so ist's.
00:01:50: Also zumindest was ihre berufliche Karriere angeht.
00:01:53: Ich hoffe natürlich alles andere auch.
00:01:55: Als Bielefelderin sollte man mindestens einmal
00:01:59: Auf der Spanienburg gewesen sein.
00:02:03: Mit diesem Bielefelder oder mit dieser Bielefelderin möchte ich gern einmal essen gehen.
00:02:09: Die Frage ist mir so, glaube ich ein bisschen zu undifferenziert.
00:02:13: Wir haben ganz viele tolle Menschen in dieser Stadt und deswegen da jetzt einen rauszupicken, das gelingt mir nicht.
00:02:17: Und die Vielfalt, die wir in der Stadt haben und so viele tollen Menschen, die alle kennen zu lernen, das macht das Amt auch aus am Ende.
00:02:24: Das ist toll!
00:02:24: Ja,
00:02:25: das glaube ich.
00:02:26: Gut dann wird es irgendwann also alle Bielefelderinnen zum Essen eineinhalb nicht klappen aber die Begegnungen sind wahrscheinlich schon häufig.
00:02:33: Genau.
00:02:34: Insofern passt das schon.
00:02:35: Was hat Bielefeld?
00:02:37: was andere Städte vielleicht nicht so haben.
00:02:40: Und jetzt weniger auf Sehenswürdigkeiten, wie gerade die Sparmbock-Kanten, sondern wenn sie mal aus dem Bauch heraus sagen würden, das ist anders und das können Sie ja vielleicht noch ganz besonders gut beurteilen weil Sie ja nicht gebürtig hier sind.
00:02:55: Ja, ich
00:02:57: habe einen Vergleich.
00:02:58: Wir sind eine sehr vielfältige Stadt und eine sehr offene Stadt.
00:03:01: Wir haben ganz viele tolle Menschen die diese Stadt am Ende auch tragen, auch im Ehrenamt, die sich unheimlich für die Mitmenschen einsetzen.
00:03:06: Und das macht uns besonders.
00:03:09: Klasse!
00:03:10: Jetzt sind Sie ja seit dem ersten Elften zwanzig, fünfzwanzig offiziell im Amt der Oberbürgermeisterin.
00:03:16: Ich weiß nicht wie es bei Ihnen war.
00:03:17: Viele Menschen – und bei mir ist es auch so wenn ich irgendwann mal etwas Neues habe, eine neue Funktion oder eine neue Rolle – denken Man sagt, jetzt bin ich angekommen oder jetzt merke ich dass das so ist.
00:03:29: Gab es das bei Ihnen so einen Moment wo Sie sagen ja jetzt bin Ich Oberbürgermeisterin?
00:03:34: Ja das glaube ich war am Ende gar nicht nur ein Moment.
00:03:36: die Momente gibt's auch heute noch.
00:03:37: wahrscheinlich also gleich am Wahlabend gibt's einen Moment.
00:03:39: da stehe ich vom Rathaus und schaue nach oben und dann sagt jemand zu mir und das ist jetzt dein Büro Das war der eine Moment und der andere war Im Weihnachten kommen im Rathaus immer die Weihnachtsbläser vorbei.
00:03:50: Und dann stehen da alle Mitarbeiter und der Kolleginnen und Kollegen, dann bei uns am alten Rathaus... ...und das war so den Moment, dann guckt man auf dieses Schild und dann steht da irgend ein Urbürgermeister und dann der Name und das war der Moment so.
00:04:02: ja krass!
00:04:02: Das ist jetzt wirklich so.
00:04:05: Wie warten Sie an dem Abend?
00:04:06: Wenn man Menschen mit besonderen Momenten hört, dann sagen sie mal ich könnte gar nicht meine ganze WhatsApp lesen oder das Telefon schelte permanent.
00:04:17: War das bei Ihnen auch so, dass dann an dem Abend die Flut der Gratulanten eintraf?
00:04:23: Ja.
00:04:23: Das war definitiv so.
00:04:24: Der Abend war irgendwie sehr unfassbar für mich.
00:04:28: Ich habe diese Flut dieser WhatsApp-Nachrichten gar nicht wirklich mitbekommen.
00:04:33: Am Ende hatte ich eine WhatsApp von unserem Ministerpräsidenten oder ich hätte die Nummer nicht erkannt, habe jemand zurückgerufen und dann sagte er so Hallo Frau Oberbürgermeisterin und antwortete ich glaube ich mit Hallo Herr Ministerpräsident.
00:04:43: Es war irgendwie nachts um halb zwölf.
00:04:45: Das war sehr schnelllebig einfach.
00:04:47: Die Zeit auch, dann der Tag danach mit sehr viel Bresse und Medien.
00:04:52: Welche Gratulation hat sie am meisten vielleicht stolz oder auch Freude erfüllt?
00:04:58: Dass ich sehr schnell mein alter Chef aus dem Landratzampassau gemeldet hätte.
00:05:01: Ich habe ja meine Verwaltungsfahre angestellte.
00:05:05: Auch in Bayern ist es angekommen bei meiner alten Heimat und er hat mir einen sehr langen Brief damals geschrieben.
00:05:09: das war schon toll.
00:05:12: Ja toll!
00:05:13: Jetzt sind sie ja nicht nur in Anfangstrichen Oberbürgermeistern, sondern auch Verwaltungschefin von vielen, vielen Mitarbeitenden.
00:05:20: Ich glaube um die sieben Tausend.
00:05:23: Sind Sie sozusagen in Rollenunion oder ist das für Sie getrennt und kriegen Sie das hin?
00:05:28: Wenn ich mal fragen darf, da sind schon zwei sehr herausfordernde... Tätigkeiten, ne?
00:05:33: Ja das macht ja am Ende den Beruf am Ende auch einfach irgendwie aus.
00:05:36: Wenn er beides ist als Oberbürgermeister, ist dann einerseits schon der Repräsentant der Stadt andererseits eben auch das was für eine Oberstadtdirektor war natürlich also Verwaltungsschiff und Das ist für mich der Reiz an der ganzen Tätigkeit, also ich würde wieder nur das eine noch das andere glaube ich machen wollen.
00:05:50: Also die Mischung aus beidem macht es jetzt ganz spannend und einfach.
00:05:54: die Verwaltungszeit liegt mir natürlich relativ gut einfach durch die Ausbildung.
00:05:58: Ich habe halt medialer doch ne Basis auf der man relativ sicher stehen kann.
00:06:03: Und ich hab' natürlich vorher auch viel öffentliche Zeit am Vielverwaltlungsrecht gemacht.
00:06:07: Also ich habe zum Materiel einen Zugang.
00:06:09: Das heißt das Ganze was verwaltungsrechtlich und verwaltung in ihrer Rolle, dass ist eigentlich ihr Spielfeld.
00:06:15: Was war denn das Neue?
00:06:18: Was dir überrascht hat, was vielleicht dazu kam wo sie sagten oh das ist nochmal eine Herausforderung für mich oder das ist noch mal etwas Neues für mich.
00:06:25: Die Themenvielfalt ist natürlich sehr breit also von total tollen spannenden Terminen die einfach auch nur Spaß machen hin auch zu sehr schwierigen Entscheidungen die man am Ende dann treffen muss sei es Manchmal auch in Personalangelegenheiten oder auch bei zukunftsweisenden Entscheidungen, die die Stadt betreffen.
00:06:42: Diese Diskrepanz wie das manchmal an einem Tag oder innerhalb von Stunden auseinander geht – das ist das Spannende eigentlich.
00:06:48: Ja
00:06:48: was glaube ich.
00:06:49: Wahrscheinlich ist heute auch so ein Tag, oder?
00:06:51: Ich weiß dass Sie zumindest eine hohe Taktung haben und umso besser unsere Schöne, dass sie heute dabei sind.
00:07:00: In den ersten Wochen haben Sie ja vermutlich auch viele Bielefeldunternehmen besucht und haben die kennengelernt.
00:07:05: Gibt es da ein Termin oder Ereignisse, wo man besucht, die besonders prägnant in Erinnerung haben?
00:07:12: und weshalb war das so?
00:07:15: Das ist eine Wertung.
00:07:16: Die gelingt mir glaube ich gar nicht so richtig an der Stelle.
00:07:19: Wir haben einfach unheimlich viele tolle Unternehmen.
00:07:21: Ich habe auch einige natürlich schon besuchen dürfen noch lange nicht alle und jedes Unternehmen hat für sich einfach so sein Markenkern und seine Identität und diese Vielfalt zu sehen was Bielefeld auch in dem Bereich zu bieten Und wie viel tolle Arbeitsplätze hier einfach auch durch die Unternehmer, die sehr verantwortungsvoll Wirtschaften hier entstehen und da sind.
00:07:42: Das ist einfach ein unschätzbarer Wert, den ich statt hat.
00:07:45: Jetzt bin ich ja in meiner Rolle als Podcaste tätig und habe sehr häufig mit Familienunternehmen zu tun, die eine Region hier auf stark vertreten sind.
00:07:54: Fällt Ihnen das auf?
00:07:55: Dass das Familienunternehmer tummobile Feld im Umfeld besonders stark ist?
00:08:01: Gibt es da besonderen Fokus für Sie drauf oder...
00:08:05: Ja, wir haben natürlich unheimlich starke Familienunternehmen.
00:08:09: Und Familienunternehmer haben in meinen Augen einen wesentlichen Kern, sie dass die Generation denken.
00:08:14: Sie denken nicht von Quarteilsbericht zu Quarteisbericht sondern halt wie bekomme ich das Unternehmen?
00:08:20: gut in die nächste Generation?
00:08:22: und auch dieses erhöhte Verantwortungsgefühl den eigenen Mitarbeitern gegenüber am Ende.
00:08:27: Also das ist glaube ich das Besondere, was Familieunternehmen am Ende herausmacht und die Bodenständigkeit, die damit verbunden
00:08:33: ist.".
00:08:34: Ja, und das ist tatsächlich, glaube ich, auch das, was uns zugeschrieben wird?
00:08:37: Und ich finde ja positiv zugeschrien wird nämlich dass tatsächlich Bodenständigkeit in dem Fall für mich sehr positiv konntet ist.
00:08:46: Nun ist es auf der einen Seite schön viel Unternehmen kennenzulernen, aber ich vermute mal dass die ihnen auch immer was mit in den Blog diktieren.
00:08:53: Ja?
00:08:53: Was sie sich wünschen und was sind denn so die wesentlichen Erwartungen, die sie da rausgehört haben, wo es so Erwartung oder Wünsche gibt das sie sich jetzt darum kümmern?
00:09:04: Ja, man muss glaube ich an einem Punkt... Man musste auch einmal eins feststellen.
00:09:07: Das ist einfach ja mit der Erwartung gehe ich da ja auch hin, dass mir was in meinem Notizbuch diktiert.
00:09:12: Ich habe mir irgendwann gleich zu Beginn meiner Amtszeit ein Scheibwarengeschäft in der Biele für die Altstadt und einen Notizbuch gekauft.
00:09:20: Und mit diesem Notiz Buch wandere ich sowohl durch Stadtverwaltung als auch zu meinen Terminen.
00:09:26: Ich bin einfach der festen Überzeugung, dass wir den Menschen zuhören müssen.
00:09:29: Egal ob es die Unternehmer sind oder auch am Impfvorstand dem Bürger ist oder auf dem Markt wenn man jemanden trifft weil man da einfach im Unmittelbarsten mitbekommt oder schuht drückt.
00:09:39: und deswegen ja mit der Hoffnung gehe ich da auch hin das man mir auch sagt wo es hakt.
00:09:43: natürlich ist es so dass nicht alle Rahmenbedingungen mit denen Unternehmen heute Schwierigkeiten haben, ich unmittelbar kommunal ändern kann.
00:09:52: Das ist halt nun mal so in unserer Stadtstruktur verankert.
00:09:55: aber es sind natürlich schon Dinge die wir auch selber ändern können und die mitzubekommen und das dann auch umsetzen zu können.
00:10:01: Das is am Ende halt auch im Mehrwert weil wir feststellen müssen dass die Unternehmheit im globalen Wettbewerb ja sowieso vor ganz vielen Herausforderungen entstehen und diese Idee ist ihnen kommunal möglichst leichter zu machen.
00:10:12: Das Das ist natürlich weniger Bürokratie, das ist die Frage wie bekommt man noch gute Fachkräfte auch aus dem Ausland.
00:10:22: Da haben wir ja auch in der Stadt eine eigene Abteilung im Endeffekt jetzt in der Ausländerbehörde, die sich mit der Fachkräftezuwanderung beschäftigt also wie wir Menschen, die hochqualifiziert sind hier für die Unternehmen dann eben so unterstützen können dass sie hier arbeiten können.
00:10:37: Und das geht weiter mit einem guten ÖPNV, den man sich natürlich wünscht für seine Mitarbeiter, wenn man attraktiv viel Fochkräfte ist.
00:10:43: Das ist sehr, sehr vielschichtig und manche Dinge kann man kommunal ändern.
00:10:46: Manche muss man am Ende auch sagen können wir nach oben zum Bund transportieren weil die Kanäle gibt es ja aber das sind dann langwierigere Prozesse.
00:10:54: Ja.
00:10:56: Und dass sozusagen das schließt vielleicht auch manchmal der Kreis, weil sie am Anfang Saran Bürokrat Und gleichzeitig ist ja auch Teil der Bürokratie, dass manches etwas länger dauert.
00:11:05: Und ich glaube diese Geduld ist es dann auch oft schwierig für Unternehmer zu aufzubringen gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Herausforderungen und dann werden sie wahrscheinlich relativ häufig damit konfrontiert... Dann machen Sie das doch einfach mal!
00:11:20: Aber so einfach ist es auch mal.
00:11:21: Es gibt Dinge die kann man einfach so machen.
00:11:23: Das ist schon so.
00:11:24: aber es gibt einfach auch Dinge.
00:11:25: da haben wir gesetzliche Vorgaben mit einer Recht- und Gesetzgewohntenverwaltung.
00:11:30: Nicht jede tächtliche Norm, die wir heute umsetzen sei sie von Bundes- oder Landesäbene ist immer kompliziert für einen Sinnvoll.
00:11:35: Das ist einfach so.
00:11:37: aber es gibt Normen die müssen wir einfach umsetzten.
00:11:40: das führt dann manchmal auch zu einem Ärgernis.
00:11:42: Aber dass was wie im Ortsteil also kommunal ändern können.
00:11:45: das ist auch ein längerer Prozess weil da viele Dinge halt auch eingeschlüpfen sind in so einer Verwaltung.
00:11:48: aber diesen Weg gehen wir.
00:11:51: Jetzt haben Sie noch einen Stichwort gemacht als Fachkräfte ein Riesenthema.
00:11:56: Wenn Sie jetzt sozusagen einen Elevator-Pitch, die wir so schön nennen, sie haben also wenig Zeit und da sagt jemand, na nun zerraten Sie mir doch mal bitte!
00:12:04: Weshalb soll ich denn jetzt nach Bielefeld kommen?
00:12:06: Ich habe eine gute Ausbildung und ich kann natürlich auch nach Köln, nach Hamburg oder was auch anders... Warum soll ich nach Bilefeld
00:12:13: kommen?!
00:12:13: Was wäre Ihre Antwort?
00:12:15: Ja, weil Bielefeld großstädtisch genug ist um eine Großstadt zu sein und doch noch irgendwie klein genug damit man die Menschen, die man kennt auch auf der Straße regelmäßig trifft.
00:12:23: Wir haben auch relativ moderate Mieten.
00:12:25: wir haben tolles Freizeitangebot, wir haben unheimlich engagierte Vereine und Ehrenamtliche, die ganz viel auf die Beine stehen wo man sich auch selber einbringen kann natürlich.
00:12:32: Wir sind eine tolle Kulturlandschaft.
00:12:35: Die Lage von Bieleffett ist natürlich auch so geografisch einfach gut wenn man sich in andere Regionen orientieren möchte Und wir haben eine Teutelburger Wald, der einfach halt auch ja sehr viel Natur bietet und die Mischung macht es am Ende.
00:12:49: Und wenn wir nochmal ein bisschen anders drauf gucken dann ist meine Erfahrung ich weiß nicht wie es Ihnen in Ihren Gesprächen geht das oft eher außerhalb von Bielfeld völlig unterschätzt wird was wir große Unternehmen wir auch haben so richtig hidden Champions die man sonst gar nicht kennt.
00:13:05: Ist das auch ein Thema was Ihnen unterkommt dass Sie manchmal Also ich will's mal in meiner Worten formulieren.
00:13:10: Manchmal hab' ich den Eindruck, zeigt euch doch mal ein bisschen näher ne?
00:13:13: Also seid doch mal n bisschen selbstbewusster oder geht da n bisschen mehr nach außen also sozusagen das Gegenteil von Bodenständigkeit.
00:13:21: ist es nen Phänomen was ihr auch was ihnen begegnet oder wo sie anschließen können?
00:13:25: wenn ich das so sage
00:13:27: ja wir haben unheimlich große Unternehmen die man vielleicht erst einmal wenn man erst erkennen wie groß welche Tragweite diese Unternehmen im Wirtschaften haben, erst erkennen wenn man sich näher damit beschäftigt und deshalb wirkt das manchmal ein bisschen weniger als wir eigentlich haben.
00:13:46: Und es ist glaube ich diese typisch ostwestfälische passt schon Mentalität die ich aus Bayern irgendwie noch kenne Ja, tue gute so ein Sprich darüber.
00:13:55: Das ist eine Eigenschaft die nicht jedem gleich gut liegt aber am Ende ist das schon notwendig.
00:14:00: dass wir das einfach auch tun bin aber auch der festen Überzeugung dass wir Unternehmen haben denen das hervorragend gelingt dass sie über das was sie tun sprechen um eben auch am ende die Fachkräfte zu bekommen die sie brauchen und daran an der Sichtbarkeit zu arbeiten.
00:14:14: das ist glaube ich ne gemeinsame Aufgabe für uns alle.
00:14:17: und einfach auch zu sagen Bielefeld gibt es ja gar nicht.
00:14:20: Es ist ja dieser Spruch, Bilefeld gibt's sehr wohl und Bieleffeld hat unheimlich viele Qualitäten und tolle Dinge.
00:14:24: und darüber zu sprechen.
00:14:26: Das müssen wir alle gemeinsam vielleicht auch noch ein bisschen
00:14:27: lernen.".
00:14:28: Ja, ja... Und ohne das zu übertreiben?
00:14:31: Weil dann sind wir rein, wo uns wieder einen in die, die alle singen aber dabei vergessen dass auch gearbeitet werden muss, ne?
00:14:36: Ja genau!
00:14:38: Stuckt!
00:14:39: Wenn man jetzt mal so guckt also an diesem Zeithorizont da wären ja auch Politiker und Politikerinnen Gott sei Dank und manchmal leider auch gemessen.
00:14:47: Das sind ja immer Zeithorizonte, Perioden.
00:14:50: Und wenn Sie jetzt mal so sagen, wenn man so ein Zeithorizon von zwei Jahren sieht, wo sehen sie denn im Moment den größten Handlungsbedarf für den Wirtschaftsstandort Bielefeld?
00:15:00: Aber was sind die größten herausfordernden Baustellen?
00:15:06: Ich schaue natürlich von der kommunalen Brille da jetzt drauf.
00:15:08: Also einerseits, dass wir weiterhin gute Wettbewerbsstandorts sind und das ist auch mit Gewerbeflächen verbunden.
00:15:14: Wir brauchen mehr Gewerbepflächen.
00:15:16: Dass wir uns da endlich auf dem Weg machen, dass die Flächen, die ja zum Teil schon länger in der Entwicklung sind, dass sie auch endlich in die Vermarktung gehen.
00:15:23: Zeitgleich müssen wir auch bedenken, dass es auch inzwischen Unternehmen gibt, die momentan gar nicht wirklich... dass sich so fest niederlassen wollen aufgrund der wirtschaftlichen Situation, das wir für die auch ein Angebot haben.
00:15:33: Da sind wir mit der Wirtschaftsförderung ja auch auf einem guten Weg und natürlich die größte Herausforderung ist.
00:15:39: Und am Ende verbindet der Haushalt alles mit allem im kommunalen Haushalt – nämlich auch wie attraktiv es die Stadt eigentlich noch für Menschen, für Fachkräfte -, dass wir diese Haushaltskrise, was wir uns da durchmanövrieren.
00:15:50: Herr Kaschel in der Stadtkamera sagte jetzt vor kurzem er wäre jetzt thirty-five Jahren Kommunalfinanzen unterwegs.
00:15:56: Es hätte noch nie so düster ausgesehen wie heute.
00:15:58: Und Dinge, der Haushalt bildet Dinge ab die einen statt schön machen freiwillige Leistungen.
00:16:04: am Ende würde man juristisch dann dazu sagen sei es Kultur, Schwimmbäder und in dieser Situation befinden wir uns als wir da jetzt ein ausgemogenes Maß finden müssen dass wir den Haushalt solide aufstellen und dabei trotzdem das was Bielefeld besonders macht nicht nicht über Bord werfen.
00:16:22: und das ist die Herausforderung, die wir haben.
00:16:24: Weil das am Ende auch dazu führt ob Menschen gerne nach Bielefeld kommen und dann auch wieder hier gerne arbeiten und sich einbringen.
00:16:32: Und auch dass Bielefelder und Bielefelderinnen eben gerne sich mit ihrer Stadt identifizieren sagen Hier bin ich gerne, ne?
00:16:39: Auch das spielt ja eine große Rolle.
00:16:41: Ich würde noch mal ganz kurz eine kleine Abzweige nehmen weil wir jetzt sehr stark auf den Wirtschaftsstandort und so weiter gucken.
00:16:47: aber es gibt ja wahrscheinlich auch andere Interessengruppen wie auch sie zukommen.
00:16:51: Machen Sie mal was da oder da drückt uns der Schuh.
00:16:54: Oder Danke, danke dass wir dieses Thema meistern konnten.
00:17:00: Ist Ihnen da etwas Prägnantes in Ihrer bisherigen Amtszeit aufgefallen?
00:17:03: Also jenseits von wirtschaftlichen Fragen gibt es ja auch noch ganz andere Interessen.
00:17:07: Das ist total fischig.
00:17:08: Da wird es ganz viele Punkte geben.
00:17:10: Wahrscheinlich das eine ist natürlich Bildung.
00:17:12: Natürlich ist Bildung ein Thema oder Kinder, was mir einfach selber persönlich wichtig ist.
00:17:17: Wir haben die Situation dass wir zu wenig Gymnasialplätze in der Stadt hier hatten.
00:17:23: Und wir haben seinen Stickerkampus jetzt ein neues Gymnasium gründen konnten, das war ein bisschen ruckelig am Anfang mit viel persönlichen Einsatz von allen Beteiligten in der Verwaltung.
00:17:33: haben wir jetzt die Situation, dass wir dieses Gymnasium gründen dürfen.
00:17:36: Die Container also fürs Interimsgebäude kommen jetzt und dann haben wir diese Schule.
00:17:39: Wir haben jetzt eine ganz tolle neue Schulleitung.
00:17:41: das ist was sehr positiv am Ende halt einfach aufgenommen wurde auch von vielen Eltern, die ihre Kinder da gerne anmelden wollten mit der Besonderheit, dass das halt ein kleines System ist mit drei Klassen und einer Mehrklasse.
00:17:55: Das ist so'n Punkt!
00:17:56: Und was am Ende einfach wichtig ist, die Stadt wird sehr viel vom Ehrenamt getragen.
00:18:01: Also wir für unser Ehrenamt was tun, dass wir es den möglichst leicht machen mit dem gestiegenen Anforderungen auch einfach zurechtzukommen.
00:18:08: Wenn man nur in der Sicherheitslage denkt wird's immer komplexer, wird die Verantwortung auch die jeder Ehrenamter da übernimmt immer größer und da auch sicher als Unterstützer zu verstehen ohne dabei die rechtlichen Vorgaben über Bord zu schmeißen.
00:18:21: das ist so der Mittelweg den die Verwaltung da gehen muss.
00:18:23: Der nächste Punkt ist natürlich Sicherheit.
00:18:26: Wir haben schon das Thema vor allem der subjektiven Sicherheit, wie sicher fühlen sich die Menschen in der Stadt?
00:18:32: Beispiel ist zum Beispiel jetzt die Isharabrücke.
00:18:34: Da gab es ja als zwei relativ auffallende Straftaten einmal und da sind wir dann jetzt irgendwann mal nach Zingen gefahren haben uns sie mit dem Dunkeln angeguckt um dann einfach auch festzustellen was kann man städtebaulig das kann man baulich eigentlich an der Stelle tun damit man dieses hier diesen Bereich der schon Nachvollziehbar mit Angst behaftet ist, auch ich habe mich dann nicht wohlgefühlt nachts im Dunkeln und wo ich da nicht alleine war.
00:18:56: Was können wir da besser machen als statt?
00:18:57: Also manchmal sind es ja auch die kleinen Dinge
00:18:59: Das heißt sie fahren da nachts daraus und machen sich einen eigenen Eindruck?
00:19:02: Ja,
00:19:02: das ist Freitag.
00:19:03: vor zwei Wochen waren wir nachts bis von halb zehn bis halb zwölf waren wir am Boulevard unterwegs.
00:19:08: Oder war bestimmt viel los auf Freitagabend?
00:19:10: Freitagsabend, das war relativ ruhig.
00:19:11: Man sagte mir dann von Ordnungsbehörden her am Wochenende und Samstag wäre mehr los.
00:19:16: Also ich fand es relativ ruhige.
00:19:19: Als ich noch jung war, war Freitage aber mehrlos offen.
00:19:23: Ja vielleicht sollten Sie das auch
00:19:25: mal... Nein,
00:19:26: nein!
00:19:29: Ich muss da einmal kurz zurück springen, weil eine Sache schämt mir gerade ein.
00:19:32: Bald ist ja wieder ne große Veranstaltung hier im Bielefeld, die sich mit dem Thema Startups beschäftigt.
00:19:38: und welche Rolle spielt denn das für Sie?
00:19:42: Und für Ihre Rolle als Oberbürgermeisterin was Startups, was Innovation angeht, was eben die Milchzeit gibt zu gründen?
00:19:50: Gibt es dann besonderen Fokus darauf?
00:19:52: Ja den Fokus gibt's natürlich auch am Anfang haben wir sehr bitte auf der Chefsache.
00:19:58: Das geht auch heute noch und der Kontakt zur Wirtschaft, eben auch zu den jungen Gründerinnen und Gründern ist einfach unheimlich wichtig.
00:20:06: Wir hatten jetzt vor kurzem den Geburtstag vom Teutosied Club und vom Startup-Paket gefeiert.
00:20:11: Und das war eine unheimliche tolle Veranstaltung.
00:20:13: man sieht auch so ein bisschen was da schon daraus entstanden ist also... Unser Start-up Paket ist ja schon sehr besonders, was wir hier haben in der Stadt und was das den jungen Gründerinnen und Gründern am Ende einfach auch an Unterstützung mitgibt.
00:20:26: Das war einfach schön zu sehen und da können wir glaube ich nur noch besser werden.
00:20:29: Und gab es jetzt auch im Rat die Entfernungstutterpaket weiterzustärken?
00:20:35: Das ist ein wichtiges und richtiges Zeichen weil das am Ende die Zukunft von morgen ist.
00:20:39: Die Startups sind am Mittelstand vom Morgen.
00:20:41: Wenn Sie so gründer und gründerin in Gesprächs sind Gibt es da so Botschaften, wo sie sagen, Mensch toll.
00:20:49: Dass uns das gelingt und gibt's vielleicht auch mal eine Botschaft, wo Sie sagen stimmt dann können wir noch besser werden?
00:20:56: Ja die Unterstützung, die natürlich bekommen ist schon mehr wert manchmal ein bisschen diese Idee dass man in der Kontaktvermittlung vielleicht nur ein bisschen schneller werden könnte.
00:21:07: also wenn man eine Idee hat jemandem zu vermitteln wo man die Idee einfach mehr ausprobieren kann am Ende So einen Testlauf machen.
00:21:13: Das ist so das, was ich mitgenommen habe, dass wir da noch ein bisschen besser werden könnten.
00:21:19: Frau Dr.
00:21:19: Bauer jetzt sind Sie ja Oberbürgermeisterin.
00:21:21: Sie sind Verwaltungschefin aber sie sind auch Mensch und eine Person.
00:21:27: Und wenn Sie jetzt nicht abends, freitagsabend am Boulevard sind um zu schauen für uns, die Bürgerinnen und Bürgern wie sicher die Lage da ist darf ich fragen Wenn die Zeit und hoffentlich bleibt ein bisschen Zeit, was sie sonst noch ausmacht?
00:21:42: Und was sie dann tun.
00:21:43: Ja also Oberbürgermeisterin ist man immer das ist vierzehnzehnte stunden sieben Tage die Woche.
00:21:47: Das kann man auch nicht ablegen.
00:21:49: So gut so dass man sich ablegen kann.
00:21:51: aber wenn ich mal ein paar Stunden nix zu tun habe Dann verbringe ich gerne die zeit bei meiner Tochter und gehe auch manchmal noch zum sport.
00:21:58: Ich habe mich sehr gefreut, dass Sie heute Gast bei uns waren.
00:22:02: Nun ist es so wenn man ein Podcast macht dann ist das ja hoffentlich für beide Seiten ein geniues Lockerungsgespräch.
00:22:08: und manchmal ist es sowas als Moderator sagt Mensch das hätte ich die mal noch fragen sollen.
00:22:13: Gibt's eine Frage wo sie sagen Mensch das hätt ich mal noch Fragen können.
00:22:16: also das ist eine Frage die hätte ich gerne auch beantwortet und dazu hätte ich gern noch was gesagt.
00:22:22: Ja, vielleicht die Idee was ich mir für unsere Stadt wünschen würde und manchmal glaube ich wäre es ganz gut wenn wir diese typisch ostwestfälische Bescheidenheit mal ein bisschen wenigstens ablegen.
00:22:33: Sondern sagen Bielefeld ist toll!
00:22:35: Bielefelder sind lebenswerte Stadt Toll und lebenswert Bielefeld auch ist, habe ich jetzt vor kurzem erst erfahren.
00:22:40: Ich war auf einem Seminar im Bad Neuenahr und dann durch Zufall jemanden da kennengelernt, der in einem anderen Langkreis eine Führungsfunktion hat, der vor kurzerem gerne Bieleffeld war vier Tage vorher, der auch hier studiert hatte vor vielen Jahren und sagte, Bilefeld ist immer noch so toll und viele Dinge die vielleicht die wir als schon sehr problematisch erachten... Nehmen andere vielleicht gar nicht so wahr und dass wir auch uns auf die Dinge besinnen, die wir haben.
00:23:04: Die gut sind und natürlich weiterarbeiten das es noch besser wird.
00:23:07: Das ist ganz klar aber vielleicht auch... ...die Dinge die gut sind auch mal als gut anzuerkennen?
00:23:13: Das ist doch ein tolles Schlusswort!
00:23:15: Ganz herzlichen Dank, dass Sie bei uns waren.
00:23:18: ich wünsche Ihnen weiter viel Erfolg und dass durchsitzen viele viele Möglichkeiten und Interessen im Sinne unserer Stadt.
00:23:26: Da bin ich mir sicher, dass Sie das Beste im Sinn haben und alles Gute für Sie.
00:23:30: Dankeschön, dass ich hier sein durfte!
00:23:31: Sehr gerne.